Donnerstag, 10. Juli 2014

Kochen aus dem Vorrat: Risotto

Risotto .... ehrlich gesagt wundert es mich ein bisschen, dass ich Risotto überhaupt esse. Auf den ersten Blick erinnert es ein wenig an Milchreis und wenn man mich mit irgendwas jagen kann, dann ist das Milchreis. Ich mag diese leicht körnige und dennoch pampige Konsistenz überhaupt nicht und ich kann nicht wirklich nachvollziehen, warum Milchreis nicht nur bei meinen Kindern, sondern auch bei ganz vielen Erwachsenen die ich kenne, derartig beliebt ist.

Wie dem auch sei, Risotto mag ich recht gerne und trotzdem gibt's das bei uns nicht sooo oft (warum eigentlich?) Risotto kann man tausendfach abwandeln und wenn man sein Grundrezept gefunden hat, kann man so gut wie alles zugeben um DAS Risottorezept für sich zu finden.

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal irgendwo geschrieben hatte, aber für den Fall, dass ihr es noch nicht wisst: Parmesan ist hier nicht unbedingt die beliebteste Käsesorte, aber ich bilde mir immer ein, dass Parmesan und Risotto irgendwie zusammen gehören und deshalb landete auch diesmal Parmesankäse im Risotto und das Ergebnis war:

"Schmeckt das so wie's riecht?!"
"Och, geht. Darfst nur nicht durch die Nase atmen!"

Banausen ...

Parmesan war übrigens die einzige Zutat, die ich eingekauft habe, alles andere stammt aus dem Vorrat. 



Einer meiner Söhne weilt derzeit in Berlin, daher besteht unsere Familie momentan aus uns Eltern, zwei Jugendlichen und einem Kindergartenkind. Von folgender Menge sind wir alle satt geworden:

2 große Zwiebeln, fein gewürfelt +
2 große Knoblauchzehen, ebenfalls fein gewürfelt +
1 Stange Porree, in dünne halbe Ringe geschnitten - in einem großen Topf in etwas Olivenöl andünsten

Nach ein paar Minuten 
400g Risottoreis zugeben und ca 2 Minuten mitdünsten

Mit etwa zwei Suppenkellen heißer Brühe ablöschen
und bei mittlerer Hitze leicht blubbernd vor sich hin köcheln lassen. Immer wieder umrühren, bis die Flüssigkeit leicht eingekocht ist.

Anmerkung: Ihr könntet statt Brühe auch 2 Gläser Weißwein nehmen (ebenfalls angewärmt), aber ich verzichte darauf, weil ein kleines Kind mit isst.

Nach und nach ca 1,5l heiße Brühe zugießen - und immer schön rühren ;-)
Ca 20 Minuten später dürfte die gesamte Brühe im Topf und weitestgehend aufgesogen sein, sodass eine (Entschuldigung) pampige, schlotzige Masse entstanden ist, die nun mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt wird.
Wenn euer Risotto schön cremig ist und trotzdem noch bissfest, dann rührt ihr

70-80g Butter in Stückchen und etwa 
80-100g geriebenen Parmesan kräftig unter, nehmt den Topf von der Platte, legt den Deckel auf und lasst es ruhen, bis ihr den Tisch gedeckt und die Familie zum Essen gerufen habt. 

Und nächstes Mal verzichte ich auf Parmesan und nehme stattdessen irgendeinen anderen Käse ;-) 

LG,
Claudi



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